
Lang lebe der Brückentag! Ein genau solcher ist es nämlich, der dem Ehepaar
Peter und Carla ein langes Wochenende in der freien australischen Natur
beschert. Voller Hoffnungen auf eine Wiederbelebung der angeknacksten Beziehung
fahren die beiden im Spritfresser gen Küste, ausgerüstet mit allem, was
das dekadente Camperherz sich wünschen kann. Doch die beiden haben ihre
Umweltsünder-Rechnung ohne den blauen Planeten gemacht, denn bereits auf
dem beschwerlichen Weg zum Ziel stellt sich heraus, dass Mutter Natur eine
ganz schön rachsüchtige Bitch ist, die es nicht ab kann, wenn man ihr geliebtes
Land mit Füßen tritt. Carla, der schon bei der Hinfahrt die Lust auf den
Trip vergeht, will eigentlich nur so schnell wie möglich umkehren. Peter
allerdings spielt den Macho – immerhin hat er mit der Rückeroberung des
Herzens seiner Frau ein klar definiertes Ziel vor Augen. So kommt die Gefahr
bald nicht nur von außen, sondern auch von innen, als der Ehestreit mehr
und mehr eskaliert.
Für alle unter euch, die Remakes kategorisch ablehnen: überlegt es euch!
Denn was Genrekenner Jamie Blanks hier 30 Jahre nach dem Original auf die
Beine gestellt hat, sucht seinesgleichen. Eine agoraphobisch fiese Tonspur,
schräge Schockeffekte und die konstant vorhandene Bedrohung werden euch
garantiert einen frostigen Schauer über den Rücken jagen. Und das Thema,
nun ja, das ist aktueller denn je. Hat hier etwa gerade eben jemand „Klima-Erwärmung“
gesagt? Mülleimer für eure Abfälle befinden sich übrigens an den Ausgängen
des Kinosaals.
A couple in crisis travels to an isolated spot: she can only think about getting out of there, he runs over a kangaroo, throws a cigarette butt into the woods, tosses a bottle into the sea and starts shooting up the whole place. No wonder Mother Nature starts getting pretty pissed off…