HANZO THE RAZOR: SWORD OF JUSTICE  
NIPPON CLASSICS SPECIAL
GoyÔkiba
Japan 1972, ca 90 min, japanische OmdU (restaurierte Fassung)
Kenji Misumi

Die wilden Siebziger liegen nicht nur 30 Jahre zurück – angesichts dieses cineastischen Specials scheint es fast, sie existierten in einem anderen Universum! Was in Japan damals ohne mit der Wimper zu zucken auf Film gebannt und an Tabus gebrochen wurde, würde sich heute vielleicht gerade noch Takashi Miike trauen. Aber staunt selbst, Freunde der Sensation, was diese drei äußerst raren Klassiker des Midnight Movies – auf dem FFF 06 präsentiert in nagelneuen OV-Fassungen mit deutschen Untertiteln – aufzubieten haben:

Zwischen seinen Welterfolgserien ZATOICHI: THE BLIND SWORDSMAN und LONE WOLF AND CUB stand Kenji Misumi der Kopf nach etwas wahrlich Schrägem: Hanzo „The Razor“ Itami! Dieser (dargestellt von ZATOICHI-Mime Shintarô Katsu) nicht mehr ganz junge Staatsdiener für das nördliche Magistrat von Shoguns altem Kaiserreich, misstraut den landesüblichen Gesetzespraktiken und entwickelt, ganz DIRTY HARRY-like, lieber seine eigenen Mittel. Dafür unterzieht er sich zum Entsetzen seines Vorgesetzten Magobei „Die Schlange“ Onishi zunächst sämtlichen sadistischen Foltermethoden der Obrigkeit, um ihre Untauglichkeit zu belegen. Fieberhaft sucht er nun nach einer effektiveren Verhörmethode. Nachdem er sich jahrelang seinen Penis vorzugsweise mit dem Hammer abgehärtet hat, setzt er ihn ab jetzt erfolgreich zur Befragung weiblicher Gefangener ein: Er vergewaltigt diese so lang, bis es ihnen so viel Spaß macht, dass sie lieber gestehen, als auf seine Männlichkeit zu verzichten… Hallo? Wo sind wir denn hier? Natürlich mitten im ersten Teil der berüchtigten RAZOR-Trilogie. Der abgedrehte Samurai-Exploiter zündet wie ein feuchter Sleaze-Traum von Nagisa Oshima (IM REICH DER SINNE) – und dabei erzählt HANZO doch eigentlich eine satirische Geschichte von eiskalten Intrigen und Machtkämpfen im mittelalterlichen Japan.

Edo’s watchdog Hanzo of the North Magistrate's Office may think of himself as a petty officer, but, well, he's got a giant dick und knows how to use it against every possible enemy of the state. Based on the manga by Kazuo Koike (LONE WOLF AND CUB, LADY SNOWBLOOD) that chambara-parody delivers cool exploitation with swiftly used violence and lots of intrigues.

“A samurai film hybrid of Shaft, James Bond, Dirty Harry, and softcore porn. Definitely worth a look for fans of obscure cinema.” - Epinions.com

  
MÜNCHEN 22. Jul  17h15 City KÖLN 05. Aug  15h00 Cinedom 6
STUTTGART 23. Jul  17h15 Metropol 2 BOCHUM 06. Aug  14h45 Union 3
NÜRNBERG 29. Jul  17h00 Cinecitta 4 HAMBURG 10. Aug  23h30 Cinemaxx 1
FRANKFURT 30. Jul  19h15 Metropolis 8 BERLIN 13. Aug  19h15 Cinemaxx 6
 

HANZO The Razor: Sword of Justice    

GoyÔkiba

Japan 1972, ca 90 min, japanische OmdU (restaurierte Fassung)

REGIE
Kenji Misumi

DARSTELLER
Shintarô Katsu, Yukij Asaoka, Mari Atsumi, Kô Nishimura

DREHBUCH
Kazuo Koike, Takeshi Kanda

PRODUZENTEN
Shintarô Katsu, Hiroyoshi Nishioka

VERLEIH
Rapid Eye Movies GmbH

WELTVERTRIEB
Toho International Company Inc.