EVILENKO

Italien 2004, ca 115 min, englische OV

REGIE
David Grieco

DARSTELLER
Malcolm McDowell, Marton Csokas, Ronald Pickup, Frances Barber, Alexei Chadyuk, Ostap Stupka


Die internationalen Medien liefen Sturm angesichts der ungeheuerlichen Verbrechen des Andrej Chikatilo: Über 50 Menschen, meist Frauen und Kinder, fielen der „Bestie von Rostov“ in die Hand, wurden missbraucht, verstümmelt und sogar manchmal von ihm vertilgt. Der Kriminalfall sollte erst 1982 ans Tageslicht gelangen. Dabei mordete der im Film in „Andrej Romanovic Evilenko“ umbenannte, stets staatsloyale Schullehrer bereits seit Beginn der 70er Jahre. Dass seine Gräueltaten mehr als ein Jahrzehnt unentdeckt bleiben konnten, lag mit daran, dass das Phänomen „Serienkiller“ für die sowjetischen Behörden allenfalls eine amerikanische Ausgeburt darstellte – im Kommunismus dagegen war eine solche Abartigkeit und Entmenschlichung nicht vorstellbar.

Als Polizeiinspektor Vadim Lesiev, ein junger Magistrat, Familienvater und überzeugter Kommunist, mit den Mordfällen betraut wird, bekommt er die Order, die Angelegenheit schnell und diskret zu erledigen. Auch wenn der Verdacht, dass es sich tatsächlich um einen Serienkiller handelt, kaum länger abzustreiten ist. Ohne jedwede Unterstützung oder Erfahrung beginnt Lesiev instinktiv zu tun, was man heutzutage gemeinhin als Profiling bezeichnet. Bald kommt er Evilenko als Hauptverdächtigem auf die Spur – eine harte Gewissensprobe für den aufstrebenden Polizisten. Denn der Zeitgeist hält kaum noch wahre Kommunisten bereit und ausgerechnet einen solchen Genossen im Geiste soll er opfern? Indes bietet der KGB dem wegen Belästigung einer Schülerin mittlerweile suspendierten Perversen eine Büroanstellung an. Undercover soll Evilenko einen Mitarbeiter observieren. Trotz dieser Anerkennung seines politischen Willens, trotz der Chance, hier endlich für sein Land wirken zu können, folgt er ungebrochen seinen morbiden Trieben.

Wie schon CITIZEN X aus dem Jahre 1995, konzentriert sich EVILENKO nicht auf das Ausleben von Gewaltexzessen, sondern auf eine genaue Psychostudie des Mörders, der beklemmend intensiv von Malcolm McDowell dargestellt wird. Dabei zieht er die Zuschauer, wie auch seine Opfer im Film, in seinen Bann und tritt ein flaues Gefühl in ihre Magengrube. Denn die Person Evilenko/Chikatilo bleibt nicht einseitig Monster, sondern gereicht auch zur bedauernswerten, ungeliebten Figur.

 

“What sort of man could rape, kill, and eat dozens of women and children, yet remain uncaught for nearly twenty years? Meet EVILENKO. The main character is based on prolific Russian woman/child killer/cannibal Andrej Romanovich Chikatilo. A Russian professor, Chikatilo murdered over 50 women and children from 1982 to 1990. He enjoyed cutting them, raping them while they bled, then killing them – and, in some cases, eating them.

EVILENKO is written and directed by Italian journalist David Grieco, who adapted the screenplay from his own book on Chikalito, ‘The Communist Who Ate Children’. Unlike CITIZEN X – a film on the same murders which follows the Russian police’s side of the story – EVILENKO focuses on the murderer himself.” Horror.com

Italien 2004, ca 115 min, englische OV, Deutsche Premiere

DRAMA/HORROR/CRIME

REGIE
David Grieco

DARSTELLER
Malcolm McDowell, Marton Csokas, Ronald Pickup, Frances Barber, Alexei Chadyuk, Ostap Stupka

DREHBUCH
David Grieco (based on his novel 'The Communist Who Ate Children')

PRODUZENT
Mario Cotone

KAMERA
Fabio Zamarion

MUSIK
Angelo Badalamenti

SET DESIGN
Nello Giorgetti

WELTVERTRIEB
Blue Star Movies
info@bluestarmovies.com

AWARDS
Fantafestival - Grand Prize of European Fantasy Film in Silver