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Götterdämmerung gleich in den ersten
Einstellungen: Zerfurchte Klippen, Donner, Blitz und Paukenschlag,
Sauwetter zum Gotterbarmen. Und mitten drin: Nazis! Viele
von ihnen. Mit dabei eine bedrohlich funzelnde Vorrichtung,
mit denen Lovecraftsche Unwesen das ultimative Böse
in unsere Welt geholt werden sollen, um die Hölle
auf Erden zu entfesseln und Hitler den Endsieg gegen die Alliierten
zu bescheren. Die Rettung naht in allerletzter Sekunde in
Gestalt des Okkult-Nerds Professor Broom samt unerschrockener
Soldaten. Nur ein Wesen kann durch den Zugang zum Hades schlüpfen,
bevor er mitsamt des Nazipacks atomisiert wird: Hellboy, ein
kleiner knallroter Knuddel mit Teufelshörnern und unstillbarem
Appetit auf Schokoriegel.
So beginnt die beste Comic-Verfilmung diesseits von Bryan
Singers wagnerianischem X-MEN-Sequel X2. Der wilden Vorlage
von Zeichenlegende Mike Mignola bleibt der Film erfreulich
verpflichtet, ist aber auch eigenwillig und originell genug,
um als Hollywoods Fantasy-Event des Jahres selbst SPIDER-MAN
2 zu toppen.
Fünf Minuten benötigt Guillermo del Toro, um jegliche
Zweifel zur Seite zu fegen, dass der mexikanische Creepshow-Spezialist
womöglich nicht der richtige Mann für ein Sechzig-Mio.-Dollar-Projekt
sein könnte. Sofort ist klar, dass er uneingeschränkter
Herr über die von ihm geschaffene Welt ist. Hier ist
alles bigger than life, over the top und irgend wie too much.
Und gerade deshalb stimmt einfach alles, wenn der Film nach
seinem Endzeit-Intro 60 Jahre in die Zukunft spult und das
'Bureau of Paranormal Research and Defense' als Freakshow-Mix
zwischen X-MEN und GHOSTBUSTERS vorstellt. There are
things that go bump in the night, erklärt der mittlerweile
greise Professor Bloom dem FBI-Neuankömmling Myers. We
are the ones who bump back. Mehr muss man nicht wissen,
um sich voll und ganz dem außergewöhnlichen Spaß
hingeben zu können.
Hellboy ist mittlerweile die Allzweckwaffe der Monsterabwehrbrigade,
der sich seiner Aufgaben mit Muckis und cooler It's
a dirty job, but someones gotta do it-Attitüde
annimmt. Ron Perlman spielt den knallroten Titelhelden mit
Bravour als schüchternen Teenager-Rebellen, der damit
fertig werden muss, trotz abgeschliffener Hörner nie
dazu zu gehören.
Weil der böse Rasputin seine Rückkehr auf die Erde
plant, um doch noch die Apokalypse heraufzubeschwören,
entwickelt sich das megalomanische Treiben zur atemlosen Hatz
gegen die Zeit, mit unzähligen Effekten, wahnwitzigen
Fights und possierlichen Kreaturen. Aber del Toro lässt
nie die unerfüllte Liebe des unverstandenen Hellboy zu
der Feuerteufelin Liz und die daraus resultierenden Minderwertigkeitskomplexe
aus den Augen. Wäre der Höllenjunge nicht, nun ja,
riesengroß, knallrot und, äh, aus der Hölle,
könnte er mühelos auch in REBEL WITHOUT A CAUSE
oder THE WILD ONE mitspielen. Und so gelingt dem Regisseur
das eigentlich Unmögliche: Trotz schleimiger Kreaturen
und Killern, durch deren Adern Sand fließt, ist HELLBOY
letzten Endes vor allem... menschlich.
The
live-action comic book that director Guillermo del Toro (BLADE
II, CRONOS) puts onscreen actually bears a close relationship
to Mike Mignolas vividly drawn Dark Horse comic series
about how Hellboy (his pals call him HB or Big Red) is rescued
from Satan and the Nazis during World War II and given a home
by Professor Broom (John Hurt)
Now sixty, Hellboy lives
in New Jersey, where the Professor has trained him to fight
against evil at the Bureau for Paranormal Research and Defense.
Hellboy smokes cigars, stuffs himself with pancakes and stays
undercover until monsters walk the earth. Then he is called
on to kick ass, which he does with wicked glee. Rolling
Stone
Based on the comic book
series by Mike Mignola, Guillermo del Toro's gleefully eccentric
film follows the supernatural adventures of Hellboy (Ron Perlman),
a cigar-chomping, horn-filing demonic hero enlisted by an
occult scholar (John Hurt) to fight evil in the Bureau of
Paranormal Research and Defense. Along with the fire-throwing
Liz Sherman (Selma Blair) and the amphibious psychic Abe Sapien
(Doug Jones, with the voice of David Hyde Pierce), Hellboy
is joined by new recruit John Myers (Rupert Evans), a squeaky-clean
FBI agent assigned to keep the big red devil's exploits in
check. Things get out of hand, however, when a vicious monster
is unleashed by the villainous Rasputin (Karl Roden), leading
to events that may set off an apocalyptic nightmare for humanity.
Echoing Peter Jackson's passion for THE LORD
OF THE RINGS trilogy, HELLBOY is a labor of love from del
Toro, a longtime fan of the comic and its creator. The director's
enthusiasm shows, since HELLBOY is a wondrously strange slice
of pulpy adventure, mixed with horror and humor, and enhanced
by stunning visual effects. In the title role (and lots of
red makeup), Perlman is pitch-perfect, giving the good-natured
misfit a powerful--yet surprisingly sensitive--presence. Blair,
Evans, Hurt, and other actors are similarly well cast, rounding
out an ensemble intent on retaining the movie's dark yet superbly
entertaining tone.
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